Leiden Sie unter einer schlecht heilenden oder chronischen Wunde und möchten Ihre bestehende Therapie gezielt und wirksam unterstützen? Wundheilungsstörungen – insbesondere beim Diabetischen Fußsyndrom – können die Lebensqualität erheblich einschränken und stellen sowohl Patientinnen und Patienten als auch behandelnde Ärztinnen und Ärzte vor große medizinische Herausforderungen.
Die Hyperbare Sauerstofftherapie (HBOT) hat sich bei chronischen Wunden und beim Diabetischen Fußsyndrom als wichtiger ergänzender Therapiebaustein etabliert. Durch die Inhalation von 100 % medizinischem Sauerstoff unter erhöhtem Umgebungsdruck wird die Sauerstoffversorgung im betroffenen Gewebe deutlich verbessert. Dadurch können entzündliche Prozesse reduziert, die Neubildung von Gefäßen angeregt und regenerative Heilungsprozesse aktiviert werden – mit dem Ziel, auch therapieresistente und nicht-heilende Wunden zur Abheilung zu bringen.
Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen und klinische Studien belegen die Wirksamkeit der Hyperbaren Sauerstofftherapie bei ausgewählten Indikationen im Bereich chronischer Wunden. Sie unterstützen die vielfältigen positiven Erfahrungen aus der Praxis, wonach die HBO-Therapie eine sichere und effektive Ergänzung moderner Wundtherapiekonzepte darstellen kann.
Im HBO-Zentrum Aachen wird die Hyperbare Sauerstofftherapie bei Wundheilungsstörungen individuell auf Ihre persönliche Situation abgestimmt und unter fachärztlicher Begleitung durchgeführt. Ziel ist es, bestehende Behandlungsstrategien sinnvoll zu ergänzen, die Heilungschancen zu verbessern und langfristig die Lebensqualität zu steigern.
Diese positiven Effekte sind durch zahlreiche Studien belegt und machen die HBO-Therapie zu einer wertvollen Ergänzung bei der Behandlung von Wundheilungsstörungen.
Georg R. aus Düren
Diabetischer Fußsyndrom, August 2025
Lukas M. aus Bergheim
Wundheilungsstörung, September 2025
Daniel H. aus Aachen
Wundheilungsstörung, März 2025
Bernd F. aus Köln
Wundheilungsstörung, Dezember 2025
Wundheilungsstörungen und das Diabetische Fußsyndrom (DFS) zählen zu den häufigsten und zugleich schwerwiegendsten chronischen Wunderkrankungen. Eine Wundheilungsstörung liegt vor, wenn akute oder chronische Wunden – etwa nach Operationen, Verletzungen oder Druckbelastung – nicht innerhalb des üblichen Zeitraums abheilen. Beim Diabetischen Fußsyndrom entstehen infolge eines Diabetes mellitus schlecht heilende Wunden, Ulzera oder Nekrosen am Fuß, die mit einem erhöhten Risiko für Infektionen und Amputationen verbunden sind. Betroffene Patientinnen und Patienten leiden häufig unter Schmerzen, Schwellungen, Sekretbildung, Gewebezerstörung sowie eingeschränkter Mobilität. Besonders problematisch ist, dass diabetische Fußulzera aufgrund von Durchblutungsstörungen (pAVK) und diabetischer Neuropathie oft spät erkannt werden. Unbehandelt können chronische Wunden und das Diabetische Fußsyndrom die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen und schwerwiegende Komplikationen nach sich ziehen.
Die Ursachen von Wundheilungsstörungen und dem Diabetischen Fußsyndrom sind komplex und multifaktoriell. Eine zentrale Rolle spielen Mikrozirkulationsstörungen, eine verminderte Sauerstoffversorgung des Gewebes (Gewebehypoxie), chronische Entzündungsprozesse sowie Stoffwechselveränderungen bei Diabetes. Erhöhte Blutzuckerwerte beeinträchtigen die Funktion von Immunzellen, verschlechtern die Kollagenbildung und verzögern die Geweberegeneration. Zusätzlich führen Gefäßschäden zu einer eingeschränkten Durchblutung, während Nervenschädigungen das Schmerzempfinden reduzieren und Druckstellen unbemerkt bleiben. Bakterielle Infektionen, Biofilmbildung und ein gestörter Zellstoffwechsel tragen ebenfalls zur Chronifizierung bei. Trotz moderner Wundtherapie, einschließlich Druckentlastung (Offloading), Gefäßtherapie, Blutzuckeroptimierung, chirurgischem Debridement, moderner Wundauflagen und Antibiotikatherapie, bleibt die Heilung chronischer Wunden bei einem Teil der Patientinnen und Patienten unzureichend.
Die Hyperbare Sauerstofftherapie (HBO-Therapie) stellt eine wissenschaftlich untersuchte, ergänzende Therapieoption bei chronischen Wunden und beim Diabetischen Fußsyndrom dar. Während der Behandlung atmen Patientinnen und Patienten unter erhöhtem Umgebungsdruck 100 % medizinischen Sauerstoff ein. Dadurch erhöht sich die im Blutplasma gelöste Sauerstoffmenge signifikant, sodass auch schlecht durchblutetes Gewebe ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden kann. Ziel der Hyperbaren Sauerstofftherapie bei Wundheilungsstörungen ist es, die Gewebeoxygenierung zu verbessern, die Neubildung von Blutgefäßen (Angiogenese) zu fördern, entzündliche Prozesse zu modulieren und die bakterielle Keimlast zu reduzieren. Gleichzeitig unterstützt HBOT die Kollagensynthese, aktiviert Wachstumsfaktoren und verbessert die Funktion von Immunzellen. Auf diese Weise kann die Hyperbare Sauerstofftherapie die Wundheilung bei Diabetes, chronischen Ulzera und therapieresistenten Wunden nachhaltig unterstützen, das Risiko von Komplikationen senken und die Chancen auf Extremitätenerhalt und Lebensqualität deutlich verbessern.
Nach Transplantationen kann die HBO-Therapie dazu beitragen, die Einheilung zu unterstützen und das Risiko von Gewebeschäden zu reduzieren.
Bei chronischen und komplexen Wundheilungsstörungen leistet die HBO-Therapie einen wichtigen Beitrag, um Heilungsprozesse wieder anzuregen und Komplikationen zu reduzieren.
– Dr. med. Till Klein
Ärztliche Leitung, Spezialist für Hyperbare Sauerstofftherapie
Wundheilungsstörungen (WHS) und das Diabetische Fußsyndrom (DFS) sind chronische Erkrankungen, die häufig infolge von Diabetes mellitus, Durchblutungsstörungen (pAVK), Infektionen oder nach Operationen auftreten und mit tiefgreifenden Veränderungen im Gefäßsystem, im Entzündungs- und Immunprozess sowie im zellulären Stoffwechsel einhergehen. Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse weisen auf ein multifaktorielles Geschehen hin, bei dem Störungen der Mikrozirkulation, eine verminderte Sauerstoffversorgung des Gewebes (Gewebehypoxie), chronische Entzündungsreaktionen sowie Veränderungen im zellulären Energiestoffwechsel eine zentrale Rolle spielen. Diese Prozesse können erklären, warum Symptome wie schlecht heilende Wunden, Ulzerationen, Gewebeödeme, Infektanfälligkeit und zunehmende Gewebeschädigung häufig über lange Zeit bestehen bleiben und das Risiko für Komplikationen bis hin zur Amputation erhöhen.
Die Hyperbare Sauerstofftherapie (HBO-Therapie) setzt an mehreren dieser pathophysiologischen Mechanismen an. Während der Behandlung atmen Patientinnen und Patienten unter erhöhtem Umgebungsdruck 100 % medizinischen Sauerstoff. Dadurch erhöht sich die im Blutplasma gelöste Sauerstoffmenge deutlich, sodass auch minderdurchblutete, diabetisch geschädigte oder entzündlich veränderte Gewebeareale – wie sie typischerweise beim Diabetischen Fußsyndrom und bei chronischen Wundheilungsstörungen vorkommen – unabhängig vom Sauerstofftransport der roten Blutkörperchen besser versorgt werden können.
Bei chronischen Wunden und Diabetisches Fußsyndrom kann die verbesserte Sauerstoffverfügbarkeit dazu beitragen, die gestörte Mikrozirkulation zu stabilisieren, Gewebeödeme zu reduzieren und entzündliche Prozesse zu modulieren. Gleichzeitig unterstützt die optimierte Gewebeoxygenierung die Neubildung von Blutgefäßen (Angiogenese), die Kollagensynthese sowie die Aktivität von Fibroblasten und Immunzellen. Klinische Studien und Beobachtungen zeigen Hinweise auf eine verbesserte Wundheilung, eine Reduktion der Infektanfälligkeit sowie eine gesteigerte Gewebestabilität und Belastbarkeit der betroffenen Extremität.
Ein weiterer zentraler Ansatzpunkt der HBO-Therapie bei Wundheilungsstörungen und Diabetischem Fußsyndrom liegt in der Unterstützung des gestörten Energiestoffwechsels. Durch die erhöhte Sauerstoffverfügbarkeit auf zellulärer Ebene kann die mitochondriale Energieproduktion gefördert und oxidativer Stress reguliert werden. Ziel der Behandlung ist dabei keine isolierte Maßnahme, sondern die strukturierte Unterstützung der körpereigenen Heilungs- und Regenerationsprozesse als integraler Bestandteil eines multimodalen, leitlinienorientierten Therapiekonzepts zur Behandlung chronischer Wunden.
In einem persönlichen Gespräch prüfen unsere Ärzte, ob eine HBO-Therapie in Ihrer spezifischen Situation sinnvoll ist.
Die Behandlungsdauer, Sitzungszahl und Begleittherapie werden auf Ihre Beschwerden abgestimmt.
Unser interdisziplinäres Team sorgt während der gesamten Therapie für die tägliche Begleitung, medizinische Beratung und Anpassungen in enger Abstimmung mit Ihren Ärzten.
Die Kosten der HBO-Therapie richten sich nach Art, Ausdehnung und Ursache der Wundheilungsstörung sowie nach dem individuellen Therapieumfang. Häufig ist eine Behandlung über mehrere Sitzungen erforderlich. In der Regel wird die HBO-Therapie bei chronischen Wunden als begleitende Maßnahme über mehrere Sitzungen eingesetzt. Die Kosten ergeben sich aus der Anzahl der Sitzungen sowie der ärztlichen Betreuung während der Therapie.
Bei chronischen Wundheilungsstörungen gehört die HBO-Therapie in vielen Fällen zu den anerkannten begleitenden Behandlungsverfahren. Entsprechend werden die Kosten häufig ganz oder teilweise übernommen – insbesondere durch Berufsgenossenschaften, private Krankenversicherungen und Beihilfestellen. Gesetzliche Krankenkassen prüfen die Kostenübernahme individuell auf Basis Ihrer Diagnose und Situation.
Wir beraten Sie hierzu transparent im persönlichen Gespräch und unterstützen Sie bei der Abstimmung mit Ihrer Krankenkasse.
Die Behandlung einer diabetischen Wunde erfordert ein individuell abgestimmtes, interdisziplinäres Therapiekonzept. Wichtige Bestandteile sind eine regelmäßige fachgerechte Wundversorgung, eine konsequente Druckentlastung des betroffenen Bereichs, eine gute Blutzuckereinstellung sowie die Behandlung von Entzündungen und Durchblutungsstörungen. Bei Bedarf gehören auch gefäßmedizinische Untersuchungen und revaskularisierende Maßnahmen dazu.
Ergänzend kann die Hyperbare Sauerstofftherapie sinnvoll sein. Durch das Einatmen von reinem Sauerstoff unter Überdruck wird das schlecht durchblutete Gewebe besser mit Sauerstoff versorgt. Dies fördert die Zellregeneration, unterstützt die Infektabwehr und kann die Wundheilung deutlich verbessern.
Die deutschlandweit gültige S3-Leitlinie zur Lokaltherapie chronischer Wunden empfiehlt die Hyperbare Sauerstofftherapie als zusätzliche Behandlungsoption beim diabetischen Fußsyndrom, wenn trotz ausgeschöpfter Revaskularisationsmaßnahmen eine amputationsbedrohende Situation oder chronischer Wundverlauf besteht.
Im HBO Zentrum Aachen verbinden wir diese leitliniengestützte Therapie mit moderner Medizin und ärztlicher Erfahrung, um die Heilungschancen diabetischer Wunden bestmöglich zu unterstützen.
Eine Wunde gilt als chronisch, wenn sie länger als acht Wochen besteht und keine deutliche Heilungstendenz zeigt. Typische Beispiele sind diabetische Fußwunden, Unterschenkelgeschwüre oder schlecht heilende Operationswunden.
Ja – insbesondere bei ausgewählten Formen chronischer Wunden, wie dem Diabetischen Fußsyndrom (DFS), ist die Hyperbare Sauerstofftherapie wissenschaftlich ausführlich erforscht und in internationalen Leitlinien als wichtige Therapieoption berücksichtigt.
Mehrere randomisierte kontrollierte Studien sowie systematische Reviews zeigen, dass die HBO-Therapie bei diabetischen Fußulzera die Wundheilung fördern und in bestimmten Patientengruppen das Risiko für größere Amputationen senken kann. Cochrane-Analysen und weitere Metaanalysen kommen zu dem Ergebnis, dass insbesondere bei fortgeschrittenen, schlecht heilenden diabetischen Wunden unter adäquater Standardtherapie ein zusätzlicher Nutzen durch HBO-Therapie möglich ist.
Internationale Fachgesellschaften wie die Undersea and Hyperbaric Medical Society (UHMS) sowie das European Committee for Hyperbaric Medicine (ECHM) empfehlen die HBO-Therapie als ergänzende Behandlungsoption bei ausgewählten chronischen Wunden, sofern eine leitliniengerechte Basistherapie durchgeführt wird.
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