Nach einer erfolgreichen Krebstherapie oder Strahlenbehandlung können bei manchen Patientinnen und Patienten Monate oder sogar Jahre später anhaltende Beschwerden auftreten. Dazu zählen unter anderem Schmerzen, Wundheilungsstörungen, Schleimhautveränderungen oder eine verminderte Belastbarkeit des bestrahlten Gewebes. Diese sogenannten Strahlenspätfolgen entstehen, weil neben Tumorzellen auch gesundes Gewebe beeinträchtigt werden kann. Typische Formen sind beispielsweise Strahlenzystitis, Strahlenproktitis, Radionekrose oder Bestrahlungsfolgen nach Brustkrebstherapie.
Die Hyperbare Sauerstofftherapie (HBO-Therapie) wird bei Strahlenspätfolgen als erfolgreiche Behandlung eingesetzt, um den grundlegenden Krankheitsmechanismus zu durchbrechen. Ziel ist es, die Sauerstoffversorgung des geschädigten Gewebes zu verbessern, Durchblutungsstörungen entgegenzuwirken, schwere Entzündungen zu reduzieren und regenerative Prozesse zu unterstützen. Im HBO-Zentrum Aachen begleiten wir Sie individuell und in enger Abstimmung mit Ihren behandelnden Ärztinnen und Ärzten.
Diese positiven Effekte sind durch zahlreiche Studien belegt und machen die HBO-Therapie zu dem Goldstandard weltweit bei der Behandlung von Strahlen bedingten Spätfolgen und Strahlenspätschäden.
Erfahrungen zur Behandlung bei Strahlenspätfolgen
Typische Symptome und Folgen von Strahlenspätschäden
Ihr Weg zur HBO-Behandlung in Aachen
Kosten
Wissenschaftlich fundiert
Johannes B. aus Neustadt
Strahlenspätfolgen, Mai 2025
Jan K. aus Oirsbeek (NL)
Strahlenspätfolgen, April 2025
Eva L. aus Aachen
Strahlenspätfolgen, Januar 2025
Die Strahlentherapie ist ein zentraler Bestandteil der modernen Krebsbehandlung und kann in vielen Fällen Leben retten oder Tumorerkrankungen dauerhaft kontrollieren. Trotz präziser Bestrahlungstechniken kann es bei einem Teil der Patientinnen und Patienten Monate oder Jahre nach Abschluss der Strahlentherapie zu sogenannten Strahlenspätschäden kommen.
Strahlenspätfolgen entstehen durch langfristige Veränderungen im bestrahlten Gewebe. Die Strahlung kann kleine Blutgefäße schädigen, die Sauerstoffversorgung reduzieren und das Gewebe anfälliger für Entzündungen und Verletzungen machen. Häufig entwickeln sich Beschwerden schleichend und verstärken sich im Verlauf.
Im Mittelpunkt der Pathophysiologie steht die fortschreitende Schädigung der kleinsten Blutgefäße (Mikroangiopathie). Die Gefäßwände verdicken sich, Gefäße verengen oder verschließen sich teilweise. In der Folge kommt es zu einer dauerhaft verminderten Durchblutung des betroffenen Gewebes.
Dieser Prozess führt zu einem chronischen Sauerstoffmangel (Hypoxie). Sauerstoff ist jedoch essenziell für Zellteilung, Wundheilung, Immunabwehr und die normale Gewebefunktion. Fehlt er über längere Zeit, verliert das Gewebe seine Fähigkeit zur Regeneration.
Als weitere Folge wird die Bildung von Bindegewebe verstärkt. Diese sogenannte radiogene Fibrose führt zu einer zunehmenden Verhärtung und Schrumpfung des Gewebes. Elastizität und Funktion gehen verloren, was Schmerzen, Bewegungseinschränkungen oder Organfunktionsstörungen verursachen kann.
Zusätzlich werden Reparatur- und Stammzellen durch die Strahlung dauerhaft geschädigt. Die Neubildung von Haut, Schleimhäuten oder Knochen ist eingeschränkt. Selbst kleinere Verletzungen oder Entzündungen können sich dadurch zu chronischen Wunden oder Nekrosen entwickeln.
Die Beschwerden hängen stark von der bestrahlten Körperregion ab. Häufige Folgen sind:
Schmerzen beim Wasserlassen, anhaltender Harndrang oder Blut im Urin – nach einer Strahlentherapie im Beckenbereich weisen diese Beschwerden oft auf strahlenbedingte Veränderungen der Harnblase hin. Die Hyperbare Sauerstofftherapie (HBOT) fördert die Durchblutung und Regeneration des geschädigten Gewebes und ist bei chronischer Strahlenzystitis ein anerkannter, wissenschaftlich belegter Therapieansatz mit nachweislich hohen Erfolgsraten.
Viele Patientinnen und Patienten erleben unter HBO-Therapie eine spürbare Entlastung, weil sich die Gewebeversorgung verbessert und Heilungsprozesse wieder in Gang kommen.
– Dr. med. Daniela Koonen
Leitende Ärztin,
Spezialistin für Hyperbare Sauerstofftherapie
Die Behandlung von Strahlenspätschäden erfordert ein individuelles, häufig interdisziplinäres Vorgehen. Ziel ist es, die gestörte Durchblutung zu verbessern, den Sauerstoffmangel auszugleichen und die körpereigene Heilungsfähigkeit des Gewebes wieder zu aktivieren. Die Hyperbare Sauerstofftherapie setzt genau an diesen Mechanismen an. Neben medikamentösen, oberflächlichen Therapien und symptomlindernden Behandlungen hat sich insbesondere die Hyperbare Sauerstofftherapie als ursächlich wirksame Therapie weltweit und als Goldstandard etabliert.
Während der Behandlung atmen Patientinnen und Patienten unter erhöhtem Umgebungsdruck reinen, 100% Sauerstoff ein. Dadurch kann eine deutlich höhere Sauerstoffmenge im Blut gelöst und auch in schlecht durchblutete Gewebeareale transportiert werden.
Der entscheidende therapeutische Effekt der HBO-Therapie liegt in der nachhaltigen Verbesserung der Sauerstoffversorgung strahlengeschädigten Gewebes. Dadurch werden Reparaturprozesse wieder ermöglicht und die Neubildung feinster Blutgefäße (Angiogenese) angeregt. Dieser Effekt bleibt auch nach Abschluss der Behandlungsserie bestehen.
Zusätzlich wirkt die HBOT entzündungshemmend, reduziert fibrotische Umbauprozesse und aktiviert Stamm- und Reparaturzellen. In vielen Fällen führt dies zu einer verbesserten Wundheilung, einer Reduktion von Schmerzen und einer spürbaren funktionellen Verbesserung des betroffenen Gewebes.
Die HBO-Therapie wird nicht als Ersatz zur onkologischen Nachsorge verstanden, sondern als nachhaltiger Therapieansatz der Strahlenspätschäden und erfolgt stets in enger Abstimmung mit den behandelnden Fachärzten.
In einem persönlichen Gespräch prüfen unsere Ärzte, ob eine HBO-Therapie in Ihrer spezifischen Situation sinnvoll ist.
Die Behandlungsdauer, Sitzungszahl und Begleittherapie werden auf Ihre Beschwerden abgestimmt.
Unser interdisziplinäres Team sorgt während der gesamten Therapie für die tägliche Begleitung, medizinische Beratung und Anpassungen in enger Abstimmung mit Ihren Ärzten.
Die Kosten der HBO-Therapie bei Strahlenspätfolgen richten sich nach dem betroffenen Körperbereich, dem Schweregrad der Gewebeschädigung und dem individuellen Therapieumfang. Häufig ist eine Behandlung engmaschig über einen längeren Zeitraum erforderlich.
Da Strahlenspätfolgen zu den anerkannten medizinischen Indikationen zählen, werden die Kosten in vielen Fällen ganz oder teilweise übernommen – sowohl von gesetzlichen als auch privaten Krankenversicherungen sowie Beihilfestellen oder Zusatzversicherungen.
Unser Team unterstützt Sie bei der Antragstellung und berät Sie transparent zu den finanziellen Rahmenbedingungen.
Strahlenspätfolgen sind gesundheitliche Beschwerden, die Wochen, Monate oder Jahre nach einer Strahlentherapie auftreten können. Sie entstehen durch verzögerte Schäden an gesundem Gewebe im bestrahlten Bereich, vor allem an Blutgefäßen, Bindegewebe, Knochen oder Schleimhäuten.
Häufige Strahlenspätfolgen sind Gewebeverhärtungen, Durchblutungsstörungen, Schleimhautschäden an Mund, Darm oder Blase, Knochennekrosen etwa im Kiefer, Hautveränderungen, chronische Schmerzen sowie eine gestörte Wundheilung. In bestimmten Körperregionen können auch Lungen, Herz oder Nervensystem betroffen sein. Risikofaktoren sind unter anderem eine hohe Strahlendosis, große Bestrahlungsfelder, begleitende Chemotherapien, Vorerkrankungen wie Diabetes und operative Eingriffe nach der Bestrahlung.
Am HBO-Zentrum in Aachen kann die Hyperbare Sauerstofftherapie die Sauerstoffversorgung des geschädigten Gewebes verbessern, die Regeneration fördern und Beschwerden wie Schmerzen, Wundheilungsstörungen oder Knochennekrosen lindern.
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