Sie haben die Diagnose interstitielle Zystitis erhalten und leiden unter anhaltenden Blasenschmerzen, häufigem Harndrang oder einem permanenten Druckgefühl? Die interstitielle Zystitis ist eine chronische Erkrankung der Blase, die mit Entzündungen der Blasenwand, einer gestörten Schleimhautfunktion und oft erheblichen Einschränkungen im Alltag verbunden ist.
Neue wissenschaftliche Ergebnisse und Patienten-Studien stützen die Vielzahl von Erfahrungsberichten, dass nun mit der HBO-Therapie eine vielversprechende Behandlung der interitiellen Zystitis zur Verfügung steht. Erst kürzlich wurde die HBO-Therapie in die aktuelle Leitlinie zur Behandlung mit Empfehlung aufgenommen.
Die Hyperbare Sauerstofftherapie (HBO-Therapie) wird bei der interstitiellen Zystitis als neuer und grundlegender Therapieansatz als vielversprechend bewertet. Dabei wird sie bei interstitieller Zystitis als ergänzende Behandlung eingesetzt. Ziel ist es, die Durchblutung der Blasenwand zu verbessern, entzündliche Prozesse zu regulieren und die Regeneration des geschädigten Gewebes zu unterstützen. Im HBO-Zentrum Aachen begleiten wir Sie individuell und in enger Abstimmung mit Ihrem behandelnden Facharzt.
Diese positiven Effekte sind durch zahlreiche Studien belegt und machen die HBO-Therapie zu einer wertvollen Ergänzung bei der Behandlung von interitiellen Zystitis.
Petra H. aus Bonn
Interstitielle Zystitis, Mai 2025
Claudia W. aus Aachen
Interstitielle Zystitis, März 2025
Nine S. aus Köln
Interstitielle Zystitis, Januar 2025
Die Interstitielle Zystitis (IC), auch als Bladder Pain Syndrome (BPS) oder schmerzhaftes Blasensyndrom bezeichnet, ist eine chronische, nicht-bakterielle Blasenerkrankung, die durch anhaltende Blasenschmerzen, chronischen Harndrang und häufiges Wasserlassen (Pollakisurie) gekennzeichnet ist. Betroffene Patientinnen und Patienten berichten häufig über brennende, drückende oder stechende Schmerzen im Becken- und Unterbauchbereich, die sich bei zunehmender Blasenfüllung verstärken und sich nach der Entleerung kurzfristig bessern können. Typisch sind zudem eine deutlich erhöhte Miktionsfrequenz – sowohl tagsüber als auch nachts (Nykturie) – sowie ein permanentes Druck- oder Spannungsgefühl im Bereich der Harnblase. Die Symptome der Interstitiellen Zystitis entwickeln sich meist schleichend über Wochen oder Monate und können die Alltagsfähigkeit, die Schlafqualität, die Sexualität sowie die gesamte Lebensqualität erheblich einschränken.
Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zur Ursache der Interstitiellen Zystitis zeigen, dass komplexe pathophysiologische Mechanismen an der Entstehung beteiligt sind. Eine zentrale Rolle spielt eine gestörte Schutzfunktion der Blasenschleimhaut (GAG-Schicht), wodurch reizende Substanzen aus dem Urin in tiefere Gewebeschichten eindringen können. Zusätzlich werden chronische Entzündungsprozesse der Blasenwand, eine vermehrte Aktivierung von Mastzellen sowie neurogene Entzündungsreaktionen diskutiert. Auch Durchblutungsstörungen und eine verminderte Sauerstoffversorgung (Gewebehypoxie) können zur Symptomatik beitragen. Fehlregulationen des autonomen Nervensystems sowie Veränderungen in der peripheren und zentralen Schmerzverarbeitung fördern die Chronifizierung der Beschwerden. Trotz multimodaler Therapie der Interstitiellen Zystitis – darunter medikamentöse Behandlungen, intravesikale Instillationstherapien, Beckenbodenphysiotherapie, Ernährungsanpassungen sowie psychosoziale Begleitung – bleibt der Behandlungserfolg bei einem Teil der Betroffenen begrenzt.
Die Hyperbare Sauerstofftherapie (HBO-Therapie) stellt eine innovative, ergänzende Behandlungsoption bei Interstitieller Zystitis dar und setzt gezielt an mehreren dieser krankheitsrelevanten Mechanismen an. Während der Therapie atmen Patientinnen und Patienten unter erhöhtem Umgebungsdruck 100 % medizinischen Sauerstoff ein. Dadurch steigt die im Blutplasma gelöste Sauerstoffkonzentration signifikant an, sodass auch entzündlich verändertes und minderdurchblutetes Gewebe der Blasenwand besser mit Sauerstoff versorgt wird. Ziel der Hyperbaren Sauerstofftherapie ist es, die Mikrozirkulation zu verbessern, entzündliche Prozesse zu modulieren, die Regeneration der geschädigten Blasenschleimhaut zu unterstützen und den zellulären Energiestoffwechsel zu stabilisieren. Auf diese Weise kann die HBOT einen wichtigen ergänzenden Beitrag zur ganzheitlichen Behandlung der Interstitiellen Zystitis leisten und die Voraussetzungen für eine funktionelle Stabilisierung, nachhaltige Schmerzlinderung und Verbesserung der Lebensqualität deutlich fördern.
Bei der interstitiellen Zystitis ist die Blasenwand häufig chronisch gereizt und entzündet. Gleichzeitig kann die Mikrozirkulation des Gewebes gestört sein, wodurch Heilungsprozesse erschwert werden. Die Hyperbare Sauerstofftherapie setzt an diesen Mechanismen an.
Während der HBO-Therapie atmen Patientinnen und Patienten unter erhöhtem Umgebungsdruck reinen Sauerstoff ein. Dadurch wird die Sauerstoffkonzentration im Blutplasma deutlich erhöht und das geschädigte Gewebe der Blasenwand besser versorgt. Diese verbesserte Sauerstoffverfügbarkeit kann entzündliche Prozesse regulieren, die Durchblutung fördern und die Regeneration der Schleimhaut unterstützen.
Viele Betroffene berichten im Verlauf der Therapie über eine Linderung von Schmerzen, eine Verringerung des Harndrangs und eine spürbare Entlastung im Alltag. Die HBO-Therapie ersetzt keine urologische Basistherapie, kann diese jedoch sinnvoll ergänzen.
In einem persönlichen Gespräch prüfen unsere Ärzte, ob eine HBO-Therapie in Ihrer spezifischen Situation sinnvoll ist.
Die Behandlungsdauer, Sitzungszahl und Begleittherapie werden auf Ihre Beschwerden abgestimmt.
Unser interdisziplinäres Team sorgt während der gesamten Therapie für die tägliche Begleitung, medizinische Beratung und Anpassungen in enger Abstimmung mit Ihren Ärzten.
Die Kosten der HBO-Therapie bei interstitieller Zystitis richten sich nach dem individuellen Krankheitsverlauf, dem Schweregrad der Beschwerden sowie dem geplanten Therapieumfang. In der Regel erfolgt die Behandlung über mehrere Sitzungen.
Private Krankenversicherungen und Beihilfestellen übernehmen die Kosten regelmäßig ganz oder teilweise, insbesondere wenn ein medizinischer Nutzen begründet werden kann. Gesetzliche Krankenkassen bewerten die Indikation individuell bezogen auf den jeweiligen Patienten. Wir unterstützen Sie gerne bei der individuellen Anfrage und stellen die notwendigen Unterlagen zur Verfügung
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