Sie haben die Diagnose Komplexes Regionales Schmerzsyndrom (CRPS), auch bekannt als Morbus Sudeck, erhalten und suchen nach einer Möglichkeit, Ihre bestehende Behandlung sinnvoll zu ergänzen? Die Hyperbare Sauerstofftherapie (HBOT) wird bei CRPS als wichtiger und grundlegender Therapieansatz eingesetzt, um die Sauerstoffversorgung im betroffenen Gewebe zu verbessern, Entzündung zu reduzieren und regenerative Prozesse anzustoßen.
Eine Vielzahl von wissenschaftlichen Ergebnissen und Patienten-Studien stützen die Vielzahl von Erfahrungsberichten, dass nun mit der HBO-Therapie eine vielversprechende Behandlung von CRPS/ Morbus Sudeck zur Verfügung steht.
CRPS ist eine komplexe Erkrankung, die häufig nach Verletzungen oder Operationen auftritt und mit anhaltenden Schmerzen, Schwellungen, Durchblutungsstörungen, schweren Entzündungsreaktionen sowie Bewegungseinschränkungen einhergehen kann. Am HBO-Zentrum in Aachen begleiten wir Sie individuell mit einem ganzheitlichen Ansatz, der Ihre bisherige Therapie ergänzt und auf Ihre persönliche Situation abgestimmt ist.
Diese positiven Effekte sind durch zahlreiche Studien belegt und machen die HBO-Therapie zu einer wertvollen Ergänzung bei der Behandlung von CRPS.
Sabine K. aus Aachen
CRPS, März 2025
Daniel E. aus Leverkusen
CRPS, Januar 2025
Anna L. aus Köln
CRPS, Januar 2025
Das Komplexe Regionale Schmerzsyndrom (CRPS), auch bekannt als Morbus Sudeck, ist eine chronische Schmerzerkrankung, die meist nach Verletzungen, Operationen oder Immobilisationen einer Extremität auftritt. Betroffene Patientinnen und Patienten leiden häufig unter anhaltenden, oft brennenden oder stechenden Schmerzen, die in ihrer Intensität nicht im Verhältnis zum ursprünglichen Auslöser stehen. Begleitend können Schwellungen, Hautveränderungen, Temperatur- und Farbunterschiede, Bewegungsstörungen sowie eine ausgeprägte Berührungs- und Schmerzüberempfindlichkeit auftreten. Diese Symptome können sich über Wochen oder Monate entwickeln und die Alltagsfähigkeit sowie die Lebensqualität erheblich einschränken.
Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass bei CRPS komplexe pathophysiologische Mechanismen eine Rolle spielen. Dazu zählen Störungen der Mikrozirkulation, eine unzureichende Sauerstoffversorgung des betroffenen Gewebes, neurogene Entzündungsprozesse sowie Fehlregulationen des autonomen Nervensystems. Auch Veränderungen im Energiestoffwechsel der Zellen und eine gestörte Schmerzverarbeitung im zentralen Nervensystem tragen zur Chronifizierung der Beschwerden bei. Trotz multimodaler Therapieansätze mit Schmerzmedikation, Physiotherapie und psychosozialer Unterstützung bleibt der Behandlungserfolg bei einigen Patientinnen und Patienten begrenzt.
Die Hyperbare Sauerstofftherapie setzt gezielt an diesen zugrunde liegenden Mechanismen an. Während der Behandlung atmen die Patientinnen und Patienten unter erhöhtem Umgebungsdruck 100 % Sauerstoff ein. Dadurch steigt die im Blutplasma gelöste Sauerstoffmenge deutlich an, sodass auch schlecht durchblutetes und entzündlich verändertes Gewebe besser versorgt werden kann. Ziel der Therapie ist es, die Mikrozirkulation zu verbessern, entzündliche Prozesse zu modulieren, den Zellstoffwechsel zu unterstützen und regenerative Heilungsprozesse zu fördern. Auf diese Weise kann die Hyperbare Sauerstofftherapie einen ergänzenden Beitrag zur ganzheitlichen Behandlung des CRPS leisten und die Voraussetzungen für eine funktionelle Erholung grundlegend und signifikant verbessern.
– Dr. med. Till Klein
Ärztliche Leitung, Spezialist für Hyperbare Sauerstofftherapie
Die Hyperbare Sauerstofftherapie (HBO-Therapie) setzt an mehreren dieser pathophysiologischen Mechanismen an. Während der Behandlung atmen Patientinnen und Patienten unter erhöhtem Umgebungsdruck reinen Sauerstoff. Dadurch erhöht sich die im Blutplasma gelöste Sauerstoffmenge deutlich, sodass auch minderdurchblutete oder entzündlich veränderte Gewebe unabhängig vom Sauerstofftransport der roten Blutkörperchen besser versorgt werden können.
Bei CRPS kann die verbesserte Sauerstoffverfügbarkeit dazu beitragen, die gestörte Mikrozirkulation zu stabilisieren, Gewebeödeme zu reduzieren und entzündliche Prozesse zu modulieren. Gleichzeitig können durch die verbesserte Sauerstoffversorgung regenerative Prozesse im peripheren und zentralen Nervensystem unterstützt werden. Studien und klinische Beobachtungen zeigen Hinweise auf eine Reduktion der Schmerzintensität, eine Verbesserung der Gewebefunktion sowie positive Effekte auf Beweglichkeit und Belastbarkeit der betroffenen Extremität.
Ein weiterer zentraler Ansatzpunkt der HBO-Therapie bei CRPS liegt in der Unterstützung des gestörten Energiestoffwechsels. Durch die erhöhte Sauerstoffverfügbarkeit auf zellulärer Ebene kann die mitochondriale Energieproduktion gefördert und oxidativer Stress reguliert werden. Ziel der Behandlung ist dabei keine schnelle oder isolierte Schmerzlinderung, sondern eine schrittweise Unterstützung der körpereigenen Regenerationsprozesse als Teil eines multimodalen Therapiekonzepts.
In einem persönlichen Gespräch prüfen unsere Ärzte, ob eine HBO-Therapie in Ihrer spezifischen Situation sinnvoll ist.
Die Behandlungsdauer, Sitzungszahl und Begleittherapie werden auf Ihre Beschwerden abgestimmt.
Unser interdisziplinäres Team sorgt während der gesamten Therapie für die tägliche Begleitung, medizinische Beratung und Anpassungen in enger Abstimmung mit Ihren Ärzten.
Die Kosten der HBO-Therapie bei CRPS richten sich nach dem individuellen Krankheitsverlauf, dem Schweregrad der Symptome sowie dem geplanten Therapieumfang. CRPS verläuft sehr unterschiedlich, daher ist eine individuelle Planung besonders wichtig.
In der Regel wird die HBO-Therapie bei CRPS als begleitende Maßnahme über mehrere Sitzungen eingesetzt. Die Kosten ergeben sich aus der Anzahl der Sitzungen sowie der ärztlichen Betreuung während der Therapie.
Berufsgenossenschaften, Private Krankenversicherungen und Beihilfestellen übernehmen die Kosten regelmäßig ganz oder teilweise, insbesondere wenn ein medizinischer Nutzen begründet werden kann. Gesetzliche Krankenkassen bewerten die Indikation individuell bezogen auf den jeweiligen Patienten. Wir unterstützen Sie gerne bei der individuellen Anfrage und stellen die notwendigen Unterlagen zur Verfügung
Studien und Übersichtsarbeiten zeigen, dass die Hyperbare Sauerstofftherapie bei CRPS entzündliche Prozesse beeinflussen, Schmerzen lindern und die Funktion des betroffenen Gewebes unterstützen kann.
Fachgesellschaften führen CRPS als mögliche ergänzende Indikation der HBO-Therapie. Mehrere aktuelle Studien zeigen, dass die Hyperbare Sauerstofftherapie (HBOT) Schmerzen und Entzündungen bei komplexem regionalem Schmerzsyndrom (CRPS) lindern und die Heilung unterstützen kann. Untersuchungen (Binkley et al., 2020; Hájek et al., 2024; Cha et al., 2025) berichten über Verbesserungen von Schmerzempfinden, Beweglichkeit und Lebensqualität. Eine Übersicht von Schiavo et al. (2021) beschreibt zudem, dass Hyperbare Sauerstofftherapien Entzündungsprozesse regulieren und die Nervenfunktion stabilisieren kann. Fachgesellschaften wie die UHMS führen CRPS als mögliche ergänzende Indikation der HBO-Therapie.
Aktuellen wissenschaftlichen Studien finden Sie auf unserer Seite ebenfalls vermerkt.
Wir melden uns in der Regel innerhalb von 24h zurück.
„*“ zeigt erforderliche Felder an
Mit dem Absenden des Formulars erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihre Angaben zur Bearbeitung Ihrer Anfrage verarbeiten. Weitere Informationen finden sie in unserer Datenschutzerklärung.
Vereinbaren Sie jetzt einen unverbindlichen Termin in unserer Sprechstunde. Alternativ können Sie uns jederzeit per E-Mail erreichen.
Telefonische Erreichbarkeit
Montag bis Freitag: 08:30 – 17:00 Uhr
Flexible Beratungszeiten nach Absprache möglich.
In medizinischen Notfällen sind wir rund um die Uhr für Sie erreichbar.
Wir freuen uns darauf, Sie persönlich kennenzulernen und Sie unverbindlich und vertraulich zu beraten.