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Tauchunfall

Trotz aller Kenntnis über physiologische Vorgänge beim Tauchen und trotz ständiger Fortentwicklung und Verbesserung der Technik, taucht der Mensch unter Wasser in ein für ihn fremdes Milieu ein.

Was ist ein Tauchunfall?


Dies trägt sicher maßgeblich zur besonderen Faszination des Tauchsports bei, birgt aber auch gewisse Gefahren, die durch gute Vorbereitung zwar minimiert, jedoch nie ganz ausgeschlossen werden können.

Falls Sie sich nicht sicher sind, ob Sie eventuell einen Tauchunfall erlitten haben könnten finden Sie auf dieser Seite wichtige Informationen. Diese sollten den Besuch eines im Bereich der Tauchmedizin erfahrenen Arztes jedoch nicht ersetzten.

Im Notfall erreichen Sie uns unter:

+49 (0)241/84044

Habe ich einen Tauchunfall erlitten?

Da die körperlichen Voraussetzungen eines jeden Menschen sehr unterschiedlich sind und sich täglich ändern, kann selbst durch das Tauchen nach modernen Tauchtabellen und Computern, die im Allgemeinen als sehr sicher anzusehen sind, ein Tauchunfall nicht mit letzter Sicherheit verhindert werden. Hinzu kommt, dass durch unvorhergesehene Situationen und menschliches Fehlverhalten weitere Gefahrensituationen geschaffen werden können. Ob ein Tauchgang zu einer körperlichen Beeinträchtigung geführt hat kann dann nicht immer sofort gesagt werden, da Symptome auch erst Tage nach einem Tauchgang auftreten können. Aufmerksamkeit ist neben dem Auftreten typischer Symptome geboten, wenn sich der Taucher nach dem Tauchgang in besonderem, ungewohnten Maße müde und erschöpft fühlt. Dies gilt vor allem wenn es sich bei dem fraglichen Tauchgang um einen Wiederholungstauchgang, einen Tauchgang mit besonders langer Grundzeit und erreichen der Deko-Pflichtigkeit oder um einen Tauchgang in besonders große Tiefe handelte.


Was tun bei einem Tauchunfall?

Bei milden Symptomen (auffällige Müdigkeit, Hautjucken „Taucherflöhe“):

  • 100% Sauerstoffatmung (unabhängig von dem beim Tauchen verwendeten Atemgas)
  • Trinken lassen, 0,5-1 Liter/Stunde (keine alkohol- oder koffeinhaltigen Getränke)
  • Sowohl vor Auskühlung als auch vor Überhitzung schützen
  • Orientierende klinische und neurologische Untersuchung
  • Keine nasse Rekompression (nicht wieder abtauchen)
  • Wenn symptomfrei innerhalb 30 Minuten: 100% Sauerstoffatmung fortführen, Taucherarzt verständigen und Rat einholen, 24 Stunden beobachten
  • Wenn noch Symptome nach 30 Minuten: wie schwere Symptome behandeln…


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