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Neuigkeiten rund um unser Zentrum


An der Exkursion unter der Leitung von Dr. med. Till Klein nahmen 10 Studierende des Aachener Modellstudiengangs Medizin und ein Student der Materialwissenschaften teil.

Am 23.01. trafen wir mittags im Schifffahrtsmedizinischen Institut der Marine in Kiel-Kronshagen ein.

Dort begrüßte uns Prof. Dr. med. Andreas Koch, Leiter der Abteilung für Forschung am Institut. Er informierte über die Arbeit seiner Abteilung, welche Forschungsprojekte anstehen, führte uns durch die Labore und die Druckkammer vor Ort. Mit Prof. Koch diskutierten wir die Möglichkeiten der hyperbaren Sauerstofftherapie heute und in Zukunft – etwa inwiefern die erzeugten Sauerstoffradikale einen ähnlichen Einfluss wie moderne Strahlentherapie auf die DNA und damit auf Tumore haben könnte.

Dabei kamen die verschiedensten Themenbereiche zur Sprache. Von der Akutbehandlung des Dekompressionstraumas bis hin zur Grundlagenforschung für Tauchphysiologie und Anwendungsbereiche in der Behandlung von Tumoren und Infektionen.

Der 24.01. bot die Möglichkeit die medizinischen Forschungseinrichtungen am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt zu besuchen.

Dr. Ulrich Limper begrüßte uns und führte uns über das Gelände. Anhand der Geschichte insbesondere der Raumfahrt erläuterte er die Bedeutung der medizinischen Forschung am DLR. Ging es am Vortag noch um klassische Tauchbedingungen (hyperbar) dreht sich dort alles um die hypobare Umgebung der Atmosphäre und des Weltraums sowie um die Auswirkung der Schwerkraft auf den Körper und der Isolation auf die Psyche des Menschen.

Wir durften die Über- und Unterdruckkammern besichtigen, sowie diverse andere Forschungseinrichtungen wie z. B. die Kurzarm-Zentrifuge. An deren Beispiel erklärten Dr. Limper und Dr. Klein uns eine kürzlich abgeschlossene Bettruhestudie, bei der die Probanden mit dem Kopf um sechs Grad nach unten geneigt für lange Zeit im Bett liegen bleiben mussten. So konnte ein Zustand der Schwerelosigkeit für den Körper simuliert werden. Ziel der Studie war zu überprüfen, ob künstliche Schwerkraft – etwa durch eine Zentrifuge erzeugt – dem Knochen- und Muskelschwund bei Astronauten entgegen wirken kann.

Die Exkursion bot den Teilnehmern interessante Einblicke in Themenbereiche der Medizin, die nur selten im Fokus von Lehre und Forschung stehen. Die Vernetzung von hyper- mit hypobarer Medizin, die verschiedensten Themenbereiche die diese Forschungsgebiete anschneiden und die weitreichenden Anwendungsgebiete zeigen die Vielseitigkeit und Komplexität der modernen Medizin – ein Weckruf auch einmal über den Tellerrand des aktuellen Themas im Studium bzw. des eigenen Fachbereichs hinauszuschauen

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