Beschwerden nach einer Bestrahlung können erst Jahre später auftreten. HBO verbessert gezielt die Sauerstoffversorgung und unterstützt die Regeneration.
HBO bei Strahlenspaetfolgen bietet Patientinnen und Patienten eine gezielte Behandlungsmöglichkeit, wenn nach einer Strahlentherapie Schmerzen, Verhärtungen, Wundheilungsstörungen oder andere Gewebeveränderungen zurückbleiben. Die Beschwerden können sich direkt aus früheren Veränderungen entwickeln oder erst Monate beziehungsweise Jahre nach der Krebsbehandlung bemerkbar machen.
Die Ursache liegt häufig in einer langfristig beeinträchtigten Durchblutung und Sauerstoffversorgung des bestrahlten Gewebes. Kleine Blutgefäße können durch die Strahlung geschädigt werden. Das Gewebe erhält dadurch weniger Sauerstoff und Nährstoffe, obwohl beides für Reparatur und Heilung dringend benötigt wird.
Eine Strahlentherapie ist ein bewährter Bestandteil vieler Krebsbehandlungen. Moderne Verfahren ermöglichen eine immer präzisere Bestrahlung und schonen das umliegende gesunde Gewebe bestmöglich.
Trotzdem können neben den Tumorzellen auch gesunde Zellen und kleine Blutgefäße im Bestrahlungsfeld belastet werden. Die daraus entstehenden Veränderungen entwickeln sich häufig langsam. Deshalb können zwischen der Strahlentherapie und den ersten spürbaren Beschwerden viele Monate oder Jahre liegen.
Strahlenspaetfolgen können unterschiedliche Gewebe und Organe betreffen:
Welche Beschwerden entstehen, hängt vom früheren Bestrahlungsgebiet und dem Zustand des betroffenen Gewebes ab.
Viele Betroffene haben ihre ursprüngliche Krebserkrankung längst überwunden, wenn neue Beschwerden auftreten. Der Zusammenhang mit der früheren Bestrahlung ist deshalb nicht immer sofort erkennbar.
Mögliche Anzeichen sind:
Eine ärztliche Untersuchung hilft dabei, die Veränderungen einzuordnen und eine passende Behandlung zu planen.
Gesundes Gewebe ist auf ein dichtes Netz kleiner Blutgefäße angewiesen. Diese Gefäße bringen Sauerstoff, Nährstoffe und wichtige Bestandteile des Immunsystems bis in die kleinsten Gewebebereiche.
Durch eine Bestrahlung können sich die Wände kleiner Gefäße verdicken. Teilweise gehen Gefäße dauerhaft verloren. Das Gewebe wird schlechter durchblutet und erhält immer weniger Sauerstoff. Es entsteht eine sogenannte Hypoxie.
Dieser Sauerstoffmangel kann verschiedene Folgen haben:
Genau an diesem Punkt setzt die Behandlung mit hyperbarem Sauerstoff an.
Bei der HBO-Therapie atmen Patientinnen und Patienten medizinisch reinen Sauerstoff in einer Druckkammer ein. Gleichzeitig wird der Umgebungsdruck kontrolliert erhöht.
Unter diesen Bedingungen löst sich ein Vielfaches der normalen Sauerstoffmenge im Blutplasma. Dieser zusätzliche Sauerstoff kann auch Gewebebereiche erreichen, die infolge strahlenbedingter Gefäßschäden nur noch eingeschränkt versorgt werden.
Die verbesserte Sauerstoffversorgung unterstützt:
Die HBO bei Strahlenspaetfolgen behandelt damit nicht nur einzelne Beschwerden. Sie verbessert die grundlegenden Bedingungen, die geschädigtes Gewebe für Heilung und Regeneration benötigt.
Chronische Strahlenschäden des Weichteil- und Knochengewebes gehören international zu den anerkannten Anwendungsgebieten der hyperbaren Sauerstofftherapie.
Bestrahlte Haut kann langfristig empfindlich, verdickt oder schlecht durchblutet sein. Kleine Verletzungen heilen teilweise nur langsam. HBO versorgt das Gewebe mit zusätzlichem Sauerstoff und unterstützt dadurch Heilung und Gefäßneubildung.
Bei einer Strahlenfibrose wird elastisches Gewebe zunehmend durch festes Bindegewebe ersetzt. Es entstehen Verhärtungen, Spannungsgefühle und Bewegungseinschränkungen.
Die verbesserte Sauerstoffversorgung schafft günstigere Bedingungen für die Regeneration des betroffenen Gewebes und kann mit Physiotherapie und Mobilisation kombiniert werden.
Operationen oder Verletzungen können in einem früher bestrahlten Bereich schlechter heilen. HBO verbessert die Sauerstoffversorgung vor und nach einem Eingriff und unterstützt das Gewebe beim Aufbau neuer stabiler Strukturen.
Nach einer Bestrahlung des Beckens kann die Harnblase langfristig geschädigt sein. Typische Beschwerden sind häufiger Harndrang, Schmerzen und Blutungen. HBO fördert die Gefäßneubildung und Regeneration der strahlengeschädigten Blasenschleimhaut.
Bei einer Strahlenproktitis ist die Schleimhaut des Enddarms betroffen. Schmerzen, Entzündungen und Blutungen können die Lebensqualität stark belasten. Die erhöhte Sauerstoffversorgung unterstützt die Regeneration der geschädigten Schleimhaut.
Bei einer Radionekrose ist das Gewebe durch die eingeschränkte Blut- und Sauerstoffversorgung so stark belastet, dass Gewebeanteile ihre Vitalität verlieren. HBO fördert die Neubildung kleiner Gefäße und verbessert die Versorgung des betroffenen Bereichs.
Die Wirkung der HBO entwickelt sich über wiederholte Behandlungen. Durch den kontrollierten Wechsel zwischen normaler und deutlich erhöhter Sauerstoffversorgung werden im Körper wichtige Reparatursignale ausgelöst.
Die Behandlung kann:
Gerade Gewebe, das über Jahre nur eingeschränkt versorgt wurde, erhält dadurch neue Möglichkeiten zur Regeneration.
Vor Beginn erfolgt ein ärztliches Gespräch. Dabei werden die Beschwerden, die frühere Strahlentherapie und vorhandene Befunde berücksichtigt. Auf dieser Grundlage wird ein persönlicher Behandlungsplan erstellt.
Während der Behandlung sitzen die Patientinnen und Patienten in der modernen Mehrpersonendruckkammer des HBO-Zentrums Aachen. Der Umgebungsdruck wird langsam und kontrolliert erhöht. Anschließend wird medizinisch reiner Sauerstoff eingeatmet.
Die Behandlung wird durch geschultes medizinisches Personal begleitet. Während der Sitzung können die Patientinnen und Patienten ruhig sitzen und sich entspannen.
Da die Bildung neuer kleiner Blutgefäße und die Regeneration des Gewebes Zeit benötigen, erfolgt die Therapie normalerweise als Behandlungsserie. Die Zahl der Anwendungen richtet sich nach dem Befund und dem Verlauf.
Die Behandlung verfolgt ein klares Ziel: Das geschädigte Gewebe soll wieder besser mit Sauerstoff versorgt werden und dadurch neue Möglichkeiten zur Heilung erhalten.
Zu den Vorteilen gehören:
Die HBO-Therapie kann unter anderem mit Physiotherapie, Lymphdrainage, Wundversorgung und operativen Maßnahmen kombiniert werden.
Das HBO-Zentrum Aachen ist auf die ärztlich begleitete hyperbare Sauerstofftherapie spezialisiert. Patientinnen und Patienten mit chronischen Beschwerden nach einer Strahlentherapie können ihre vorhandenen Befunde prüfen lassen.
Bei der HBO bei Strahlenspaetfolgen steht die Regeneration des geschädigten Gewebes im Mittelpunkt. Das Ärzteteam berücksichtigt die frühere Krebstherapie, das betroffene Gewebe, die aktuellen Beschwerden und bereits erfolgte Behandlungen.
Anschließend wird ein persönlicher Therapieplan erstellt. Die Behandlungen erfolgen unter medizinischer Begleitung in der modernen Mehrpersonendruckkammer.
Ihre Vorteile im HBO-Zentrum Aachen:
Lassen Sie jetzt unverbindlich prüfen, wie HBO die Regeneration Ihres bestrahlten Gewebes unterstützen kann.
Strahlenspaetfolgen können sich Monate oder Jahre nach Abschluss der Behandlung bemerkbar machen. Manche Patientinnen und Patienten entwickeln erst nach langer Zeit Schmerzen, Verhärtungen oder Wundheilungsstörungen.
HBO bei Strahlenspaetfolgen erhöht die im Blut gelöste Sauerstoffmenge deutlich. Dadurch erreicht mehr Sauerstoff das geschädigte Gewebe. Dies unterstützt die Neubildung kleiner Blutgefäße, die Wundheilung und körpereigene Reparaturprozesse.
HBO wird bei chronischen Strahlenschäden eingesetzt, die beispielsweise mit Schmerzen, Fibrosen, Wundheilungsstörungen, Entzündungen, Blutungen oder Gewebeschäden verbunden sind.
Eine verbesserte Sauerstoffversorgung kann das Gewebe auf einen geplanten Eingriff vorbereiten. Auch nach einer Operation kann HBO die Wundheilung und Regeneration unterstützen.
Die Zahl der Behandlungen richtet sich nach der Art und dem Ausmaß des Strahlenschadens. Nach der Befundprüfung erstellt das HBO-Zentrum Aachen einen individuellen Therapieplan.
Die Behandlung selbst ist schmerzfrei. Der Druck wird langsam aufgebaut und wieder abgesenkt. Das medizinische Team begleitet die Patientinnen und Patienten während der gesamten Sitzung.
Die Kostenübernahme hängt von der Diagnose und dem jeweiligen Kostenträger ab. Das HBO-Zentrum Aachen unterstützt bei der Zusammenstellung der medizinisch erforderlichen Unterlagen.
HBO bei Strahlenspaetfolgen verbessert gezielt die Sauerstoffversorgung in Gewebebereichen, die durch eine frühere Strahlentherapie geschädigt wurden. Der zusätzliche Sauerstoff unterstützt die Bildung neuer kleiner Blutgefäße, die Wundheilung und körpereigene Reparaturprozesse.
Dadurch erhält chronisch belastetes Gewebe bessere Voraussetzungen für Heilung und Regeneration. Die Therapie wird individuell geplant und unter medizinischer Begleitung durchgeführt.
Das HBO-Zentrum Aachen prüft die vorhandenen Befunde und erstellt einen persönlichen Behandlungsplan.
Fordern Sie jetzt Ihre unverbindliche ärztliche Ersteinschätzung an.