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Apnoetaucherin mit Monoflosse. Foto vom flickr-User aquaxel.

Apnoetaucherin mit Monoflosse. Foto vom flickr-User aquaxel.

Sporttauchen als Hobby erfreut sich seit 40 Jahre enormer Beliebtheit und wird bis ins hohe Alter betrieben. Tauchbasen gibt es inzwischen fast überall auf der Welt. Teilweise kann dort ein Tauchschein für wenig Geld innerhalb von 2 Tagen erlangt werden, eine Gesundheitsprüfung wird teilweise nicht verlangt. Durch verbesserte Tauchausrüstung werden zudem in letzter Zeit Tauchtiefen erreicht, die bis vor kurzen der Berufstaucherei vorbehalten waren.

Nicht vergessen werden darf aber, dass beim Tauchen ein Medium betreten wird, das für uns Menschen zunächst einmal fremd ist. Nur die Tauchausrüstung ermöglicht uns ein Überleben und Erleben der Unterwasserwelt.

Regelmäßig liest man in der Presse von tödlichen Tauchunfällen. Hierbei bleibt festzuhalten, dass, gemessen an der Zahl der insgesamt durchgeführten Tauchgänge, die Zahl tödlicher Tauchunfälle sehr gering ist. Bei der Analyse der Tauchunfälle lassen sich regelhaft zwei Ursachen feststellen: Überschätzung des eigenen Könnens und eine für das Tauchen relevante Vorerkrankung. Beide Faktoren lassen sich im Vorfeld  beeinflussen:

Für das Erstgenannte empfehlen wir eine gewissenhafte Tauchausbildung und eine realistische Einschätzung des eigenen Könnens.

Wracktauchen. Foto von Claudio Thomas.

Wracktauchen. Foto von Claudio Thomas.

Für den Faktor Gesundheit empfehlen wir die Tauchtauglichkeitsuntersuchung. Diese sollte von einem in der Tauchmedizin bewanderten Arzt durchgeführt werden, damit die tauchspezifischen Risiken erkannt und bewertet werden können.

Bestimmte Vorerkrankungen, die im alltäglichen Leben kaum bemerkt werden, können beim Tauchen relevant werden. Durch das Eintauchen des Körpers in das Wasser, durch die veränderten Drücke, durch die Tauchtiefe, durch das Atmen komprimierter Gase aus der Druckflasche, aber auch durch die Anstrengung durch das Schwimmen unter Wasser kommt es im Körper zu komplexen akuten Anpassungen des Kreislaufes. Bei fehlender Anpassungsfähigkeit kann es dann Unterwasser sehr schnell zu akuten gesundheitlichen Problemen kommen. Um dies zu vermeiden sollte vor dem ersten Tauchgang und später regelmäßig eine Tauchtauglichkeitsuntersuchung durchgeführt werden.


Die Tauchtauglichkeitsuntersuchung umfasst:

  • Erhebung der allgemeinen Krankengeschichte unter Berücksichtigung des Tauchens
  • Körperliche Untersuchung
  • Untersuchung der Trommelfelle (Otoskopie)
  • Lungenfunktionstest
  • Ruhe-EKG
  • Belastungs-EKG
  • Röntgen der Lunge (bei Erstuntersuchung)
  • Auf Wunsch Urin- und Blutuntersuchung

Vor dem 18. Und nach dem 40. Lebensjahr erfolgen die Untersuchungen jährlich. Zwischen dem 18. und 40. Lebensjahr beträgt die Nachuntersuchungsfrist 3 Jahre.

Wir folgen hierbei den Empfehlungen der Gesellschaft für Tauch- und Überdruckmedizin (GTÜM). Unsere Ärztinnen und Ärzte sind von der GTÜM diplomiert für die Untersuchung zur Tauchtauglichkeit.

Unser Ziel ist nicht die alleinige Feststellung, ob jemand tauchtauglich ist oder nicht, sondern wir wollen bei Problemfällen explizit beraten und Lösungen erarbeiten. So besteht die Möglichkeit, bei bestimmten Vorerkrankungen eine eingeschränkte Tauchtauglichkeit zu bescheinigen, so, dass das Hobby unter bestimmten Bedingungen weiter betrieben werden kann. Auch Untersuchungen für das Handicap-Tauchen sind nach Absprache möglich.

Je nach Notwendigkeit werden verschiedene Untersuchungen durchgeführt. Eine beispielhafte Auflistung der Kosten sieht dabei im Regelfall so aus:

GÖA-ZifferLeistungstextFaktorBetrag in €
Rechnungssumme (zzgl. 19% MwSt.):106,12
3Beratung (mindestens 10 Minuten)1,6514,42
8Untersuchung zur Erhebung des Ganzkörperstatus1,522,73
605Spirographische Untersuchung1,825,40
605aFlussvolumenkurve1,814,69
651Ruhe-EKG1,826,55
70Kurze Bescheinigung (Zeugnis, AU)1,02,33

Sollte auf Grund von Auffälligkeiten ein höherer Aufwand entstehen, wird dies gemäß Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) berechnet. Bitte beachten Sie, dass die Kosten einer Tauchtauglichkeitsuntersuchung nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden.

Des Weiteren bitten wir darum im Falle einer Erstuntersuchung eine aktuelle Röntgen-Überischtsaufnahme des Brustkorbes (Röntgen-Thorax) mitzubringen. Diese können Sie beispielsweise in einer beliebigen Praxis für Radiologie anfertigen lassen.

Nehmen Sie bei Fragen oder für eine Terminvereinbarung gerne Kontakt zu uns auf.

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Zentrum für Sauerstoff-Überdrucktherapie und Tauchmedizin